


»Diese Schuhe ... diese Wunderwerke … reiner und direkter Ausdruck der menschlichen Sehnsucht nach Schönheit und Perfektion, der Sehnsucht nach Erhöhung des Menschen. Ja, das ist ein von der Quelle des menschlichen Wunsches erzeugtes Fantasieprodukt, das die Wirklichkeit, unsere komische Wirklichkeit, besser, schöner, aufregender usw. macht.«





Jordan konnte alles auf dem Court. Er sprang nicht, nein, er flog zum Korb. Und dann waren da die Schuhe, die Air Jordans von Nike. Unter diesen Fetischprodukten sticht eines ganz besonders hervor, Fetischprodukt aller Fetischprodukte, quasi Splitter vom wahren Kreuze: der Jordan Ⅺ. Der Lieblingsschuh von Jordan selbst. Nataniel Christgau, der Autor dieses Essays, wollte sie damals so sehr. Und als seine Tochter anfing Basketball zu spielen – muss man erwähnen, welche Schuhe sie wollte? – erinnerte er sich wieder an diese funkelnden Schuhe. Schuhe, die in ihm 1995, als sie auf den Markt kamen, ein so unbeschreiblich überwältigendes Begehren auslösten, dass man es als erwachsener Mensch eigentlich nicht glauben will. Dreißig Jahre später besucht er diese fast vergessene Welt, sucht die Schuhe im Netz, erinnert sich daran, wie er als noch Kind, fast Teenager vor dem Fernseher saß und die Werbung für diesen Schuh sah. Von da an war alles andere Scheiße. Was hätte er nicht für dieses Paar Jordans getan?
Er hat sie nie bekommen. Jetzt schreibt er darüber. Holy Grail. Vielleicht hat jedes Zeitalter das Paradies, das es verdient.
ISBN: 978-3-98761-012-7
Autor: Nataniel Christgau
Titel: Der Jordan Ⅺ. Holy Grail
Format: 165 mm × 105 mm, 168 Seiten
Veröffentlicht: April 2026
folgt in Kürze ...